Mein kleines Alaska

Nun ja, momentan habe ich das, mein eigenes kleines Alaska.  Eine Welt so einsam, so klein und leer. Ich weiß nicht genau, ich weiß nicht wie ich mich fühle, was mit mir passiert, bekomme wenn ich alleine bin auch Stimmungsschwankungen. Bin ich glücklich oder kann ich einfach damit leben? Bin ich traurig oder nicht? Eigentlich wollte ich hier nicht mit Gefühlsduselei ankommen und doch tue ich es. Warum? Nun ja es hilft mir, darüber klar zu werden, doch hilft es mir wohl nicht genug. Etwas woran ich momentan sehr hänge ist ein Lied, dass ich ständig höre, es gibt mir kraft ich weiß nicht warum.

http://www.lyricsmania.com/alaska_lyrics_casper.html

Ich hoffe und ich versuche sehr, einfach positiv zu sein, doch nach einem Rückschlag in welcher Hinsicht auch immer, fällt es mir manchmal schwer. Ich bin immer wieder aufgestanden, mein Leben lang, werde es auch weiterhin tun. Doch leicht ist es nicht, verzweifele ich? Vielleicht in den Augen anderer, sie gibt sich nicht genug mühe! Es tut mir leid, es ist so anstrengend, nicht angenommen zu werden, sich überflüssig zu fühlen und doch ein Teil sein zu wollen. Es kostet mich kraft, laugt mich aus, doch ich will es versuchen. Wie lange noch? Nun ja, dass hängt davon ab wie es mir geht. Geht es mir Morgens den Umständen entsprechend, ein bisschen schlechter oder so wie Gestern. Davon hängt einiges ab wie ich in den Tag starte, doch ich werde Runter gezogen, wünsche mir eine 2te chance. Von den Menschen hier oder anderswo, das ist mir egal. Ich habe kein Heimweh in dem Sinne von ich vermisse Mammi oder Pappi. Nein ich wünsche mir einfach wieder ich sein zu können. Vielleicht gebe ich dem ganzen zu wenig Zeit, so wie mir gesagt wird. Vielleicht gebe ich nicht genug. Vielleicht ist es alles meine Schuld. Wer weiß das schon?

Ich möchte keinen Streit, möchte niemanden verletzen. Ich möchte einfach, dass es besser wird, egal wie oder wo. Ob hier oder dort. Mir ist nur wichtig, dass ich noch eine Chance bekomme wenn es nicht klappt, und ich mein bestes geben kann, voller Energie und Lebensfreude.

Kartenspiel

Nun ich möchte ein Kartenspiel spielen, mit jedem der es liest. Ich lege meine Karten offen, du wirst deine wohl verdeckt halten. Ich weiss wie toll es doch klingen mag, für jeden der diese Artikel, diese Schriftstücke meiner Gedanken liest. All die schönen Erlebnisse. Doch wir Menschen sind nunmal alle gleich, oder nicht? Nein sind wir nicht. Ja, wir haben in manchen Punkten ähnliche Eigenschaften, jedoch möchte ich nicht sein wie die Menschen hier. Ich weiss es klingt hart, ist aber wahr.

Das hier geht vor allem an all die, die auch mal ein Auslandsjahr machen wollen. Nun nicht überall ist es perfekt und auch wenn meine Familie unglaublich freundlich ist und ich mich „wie ein Teil“ dieser Familie fühlen darf, macht mich das auch nicht glücklicher. So viel unfreundlichkeit auf einem Haufen ist doch erstaunlich, doch es sind schliesslich nur 300 Schüler. Nicht nur das ich ignoriert werde und es vermieden wird mit mir zu reden oder gar neben mir zu sitzen ( und ich war auf vielen Austauchaktionen, habe immer Freunde gefunden und habe zu einigen immer noch Kontakt, denn ich bin kein schüchterner, verschlossener Mensch!).Ein ganz schönes phänomen, sitze ich nicht am Tisch mit einer Gruppe ist er voll besetzt, sitze ich dort sind die plätze neben mir frei, ausser die wo schon jemand gessen hat. Gestern hatbe ich merkwürdiger Weise das Papier eines Muffins auf meinem Rücken spüren dürfen, selbst wenn es keine Absicht war, war es lustig genug sich nicht zu entschuldigen sondern zu lachen, und heute wurde mir ein Bein gestellt von einem dumm grinsenden Mädchen. Warum ich das schreibe, ist es nicht peinlich zu zeigen, dass ich nicht angenommen werde?

Nein, es ist mir egal was du von mir denkst, ich möchte anderen helfen, Leuten denen das gleiche passiert. Diese müssen was ändern, lebt nicht damit sondern meldet euch bei eurem Ansprechpartner, ich habe das gleiche getan, mal gucken was dabei rauskommt. Es einfach hinzunehmen ist keine Lösung und ist es auch nicht Wert. Ehrlich gesagt, ich laufe ein bisschen abgestumpft durch die Schule nach 6 Wochen. Ich lächel schön brav, sage Hallo und führe sekunden Konversationen (danach wird sich vom gesprächspartner für gewöhnlich abgewendet). Ihr seid nicht allein 30% der Austauschschüler wechseln die Familie aus diversen Gründen. Trau dich und änder was, damit es dir gut geht!

The more I see, the less I know for sure. John Lennon

Es ist eins meiner, nein es ist mein Lieblingszitat. Warum? Aus dem einfachen Grund, dass es stimmt. Es ist egal ob man etwas positives oder negatives erlebt, es bildet den Charakter. Und je mehr ich sehe, desto fragwürdiger erscheint mir all das, was meine Mama früher sagte und für mich das richtigste auf der Welt war. Was Mutti sagt, dass muss doch stimmen, aber wenn dann das kleine Kind älter wird, merkt es, dass nicht alles richtig ist und, dass man seine eigenen Erfahrungen sammeln muss, um eine Weltanschauung zu bekommen. So lebe ich durch alle Zeiten und mein Charakter wird gebildet, but The more I see, the less I know for sure.